Edward Frenkel ist ein mathematisches Ausnahmetalent, doch seine Chancen, in der Sowjetunion Mathematik zu studieren, stehen bei null. Der Grund: seine jüdische Herkunft. Von einem Mann, der sich trotz systematischer Diskriminierung nicht aufhalten lässt und den „Babelfisch“ der Mathematik sucht.
Was hat ein mathematisches „Graffiti“ aus dem 19. Jahrhundert an einer Dubliner Brücke mit den flüssigen Bewegungen der Computerspielfigur Lara Croft zu tun?
Vierdimensionale Elefanten, YouTube-Shitstorms, vertauschte Körper und jede Menge Donuts. Karo, Demian und Manon schauen auf ein Jahr voller „Geschichten aus der Mathematik“ zurück.
Felix Klein ist der Mathematiker hinter der berühmten „Kleinschen Flasche“ — und der entscheidende Mann im ewigen Wettstreit zwischen Berlin und Göttingen.
Die versammelte Redaktion von Spektrum der Wissenschaft scheitert daran, das Haus vom Nikolaus zu zeichnen. Was ist da los? In dieser Geschichte aus der Mathematik springen wir zu den Anfängen der Graphentheorie, ins Königsberg des 18. Jahrhunderts.
In den 1960er-Jahren arbeitet Margaret Hamilton als Softwareentwicklerin für die NASA. Anfangs wird sie belächelt. Doch sie ist es, die die Software entwickelt, die 1969 die Mondlandung ermöglicht.
Die Software RenderMan erweckt 1996 die Figuren von „Toy Story“ zum Leben. Dahinter steckt ein Team um den Computergrafiker Pat Hanrahan, der Computer bis heute magisch findet.
Leonardo Fibonacci ist einer der bedeutendsten Mathematiker des Mittelalters. Heute kennen wir ihn vor allem für eine berühmte Zahlenreihe, die er aus seiner Auseinandersetzung mit fiktiven Kaninchen ableitet — aber er bringt auch die indisch-arabischen Ziffern 0 bis 9 nach Europa, damit diese endlich die römischen Zahlen ablösen.
Ken Keeler ist Mathematiker — und er schreibt Drehbücher, in denen er zeitweise auch ein bisschen Mathematik unterbringt. Für die Sci-Fi-Zeichentrickserie „Futurama“ hat er sich ein mathematisches Problem ausgedacht, ohne zu wissen, ob es dafür eine Lösung gibt. Das hat ihn angespornt, eine zu finden.
Henri Poincaré gewinnt 1889 einen Preis für seine Arbeit zum Dreikörperproblem. Doch dann stellt sich heraus: Sein Beitrag enthält Fehler. Der angesehene Mathematiker muss handeln, um seinen Ruf zu retten.
Mura Yakerson muss 2014 als junge Mathematikerin drei Tage ins Gefängnis in in St. Petersburg. Es werden drei Tage, die ihr Leben verändern — und ihre mathematische Karriere maßgeblich prägen.
Curt Herzstark erfindet im Zweiten Weltkrieg den ersten Taschenrechner, der wirklich in eine Tasche passt. Die Pläne dazu muss er als Häftling im Konzentrationslager zeichnen.
Ein YouTube-Video des Mathematik-Kanals Numberphile löst in der Mathe-Community eine große Kontroverse aus. Es geht um eine scheinbar absurde Rechnung: Kann die Summe aller natürlichen Zahlen 1+2+3+4+5+… wirklich minus 1/12 ergeben?
Am 18. Mai 2025 wird Nicușor Dan zum Präsidenten Rumäniens gewählt. Er setzt sich gegen einen rechtsextremen Konkurrenten durch — und überzeugt im Wahlkampf viele durch seine sachliche und kompetente Art. Geholfen hat ihm dabei sein wissenschaftlicher Background: Bis 2016 war Dan als Mathematiker tätig.
Das US-amerikanische Militär hat im Zweiten Weltkrieg ein Problem: Viele Flieger ihrer Luftwaffe kehren gar nicht oder stark beschädigt zurück. Die US Air Force bittet den Mathematiker Abraham Wald um Hilfe: Er soll mit statistischen Methoden herausfinden, wie das Militär seine Flugzeuge sicherer machen kann.
Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt der Brauereileiter und Statistiker William Sealy Gosset eine Methode, um das Bier der Guinness-Brauerei objektiv zu testen. Obwohl die Methode bis heute angewendet wird, kennt kaum jemand den Namen des Erfinders.
Mitte des 17. Jahrhunderts machen die Mathematiker Blaise Pascal und Pierre de Fermat die Zukunft berechenbar, indem sie erstmals mit Wahrscheinlichkeiten rechnen. Ausschlaggebend ist ein abgebrochenes Glücksspiel.
Der Mathematiker John von Neumann macht sich im 20. Jahrhundert in der Funktionalanalysis, der Quantenmechanik und der Informatik einen Namen. Außerdem begründet er die Spieltheorie, die menschliches Verhalten vorauszusagen versucht — beim Poker, in der Wirtschaft und im Krieg.
Als die britische Krankenschwester Florence Nightingale am 4. November 1854 im Lazarett in Scutari ankommt, sterben im Schnitt vier von zehn Patienten. Mithilfe von statistischen Analysen und deren visueller Aufbereitung kann Nightingale die Sterblichkeitsrate unter den verletzten und kranken Soldaten drastisch senken.
Als der französische Mathematiker Cédric Villani 2010 die Fields-Medaille gewinnt, ist das der Höhepunkt seiner Karriere als mathematischer Forscher — doch sie markiert zugleich den Startpunkt einer neuen Karriere als wissenschaftlicher Kommunikator und Politiker.
Srinivasa Ramanujan hat einen eigenen Zugang zur Mathematik. Weil er Autodidakt ist und die konventionellen Regeln des Fachs nicht kennt, folgt er seiner Intuition — und schreibt damit Geschichte.